Grüß Gott und herzlich willkommen!

Über die Vorsäßhütte

Das Vieh wurde nach dem Winter auf das Vorsäss (oder Maisäß, weil im Monat Mai der Austrieb des Viehs im Gebirge beginnt) getrieben, wo es blieb, bis man auf die Alpe zog. Als eine Art Voralpe kann man den Begriff wohl auch definieren. Nach dem Ende der Alpzeit im Spätsommer kam man wieder dorthin zurück, um von dort ins Tal zu den Ställen zu ziehen.[ Meist war auf dem Gebiet des Vorsäß eine Hütte in der die Hirten unterkamen.

Unsere Vorsäßhütte wurde vor rund 300 Jahren gebaut. Genau weiss es niemand. Irgendwann Ende des 19. Jahrhunderts wurde begonnen die Hütte das ganze Jahr zu bewohnen. Dazu wurden die Holzwände von innen mit Zeitungspapier, Rupfensäcke, Tapeten u.ä. versucht winddicht zu machen. Zum Teil waren darauf dann verschiedene Schichten Holztäfer genagelt. Die älteste Zeitung (Allgäuer Anzeigenblatt), die wir auf den Holzwänden aufgeklebt finden konnten, stammte aus dem Jahr 1895.

Die Hütte wurde von uns vollständig entkernt und alle Installationen neu gemacht. Um die ursprünglichen, gestrickten Holzwände, Bachsteinwände, Dielenböden und –decken  in ihrer Schönheit zu erhalten, wurden diese mühsam gereinigt und gebürstet und die Hütte von aussen komplett isoliert. Die Fassade wurde in alter Tradition mit Holzschindeln versehen.

Die unheimlich aufwendige Renovierung dieses Reliktes alter Zeiten hat sich jedenfalls gelohnt. Wir hoffen Sie können sich für unsere Vorsäßhütte genauso begeistern wie wir es tun!